Harry Potter zum Einschlafen, MSV zum Aufregen und Duisburg im Herzen – Sören Link bei 20ProzentMehr

Was prägt einen Menschen, dessen Beruf fast jeden Bereich seines Lebens berührt? Wie gelingt es, zwischen langen Arbeitstagen, öffentlicher Aufmerksamkeit und familiärem Alltag bei sich zu bleiben? Und was erzählen Fußball, Musik, Essen, Urlaub und ein Hund namens Wilma über Sören Link?

Michael spricht mit Sören über seine Herkunft, seine Familie und die vielen kleinen Dinge, die im öffentlichen Alltag selten zur Sprache kommen. Sören wächst in Walsum auf. Sein Großvater arbeitet unter Tage, sein Vater bei Thyssen. Solidarität, Gerechtigkeit und der Stolz auf die eigene Arbeit gehören für ihn früh zum Alltag.

Schon als Schüler verdient er eigenes Geld: Er trägt Zeitungen aus, reinigt einen Hähnchenwagen und arbeitet später bei der Post und im Straßenbau. Diese Erfahrungen prägen seinen Blick auf Arbeit und auf die Menschen, die sie leisten. Besonders persönlich wird das Gespräch, als Sören von seiner Tochter erzählt. Ihre Geburt hat seine Prioritäten verändert und ihm einen neuen Blick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gegeben.

Dazu gehört auch die Frage, wie man einem Kind erklärt, warum der eigene Vater plötzlich auf Wahlplakaten im ganzen Stadtgebiet zu sehen ist. Komplettiert wird die Familie von Hündin Wilma, die ein eigenes Körbchen besitzt und trotzdem entschieden hat, dass das Bett der bessere Schlafplatz ist.

Auch abseits des Familienlebens gibt es einiges zu entdecken. Sören spricht über seine Leidenschaft für den MSV, seine Dauerkarte und das befreiende Gefühl, im Stadion einfach Fan sein zu dürfen. Wir erfahren, warum eine Bolognese bei ihm zwölf Stunden kocht, weshalb Frikadellen zu seinen großen kulinarischen Freuden gehören und wie breit eine Playlist sein kann, auf der Bruce Springsteen, die Fantastischen Vier, die Beatles, Taylor Swift, Helene Fischer und Kinderlieder nebeneinanderstehen.

Zum Abschalten hört er Harry Potter und die drei Fragezeichen, liest im Urlaub historische Romane und verbringt Zeit mit seiner Familie auf Ameland. Zugleich erzählt er offen davon, wie schwer es manchmal fällt, den Beruf an der Rathauspforte zurückzulassen, wie er mit Kritik umgeht und warum er Menschen in seinem Umfeld braucht, die ihm ehrlich widersprechen.

Ein Gespräch über Herkunft und Haltung, Familie und Verantwortung, Genuss und Leidenschaft - und über den Menschen, der hinter der öffentlichen Rolle seinen eigenen Platz bewahren möchte.

  • Walsum und Arbeiterethos: Wie die Berufe seines Großvaters und seines Vaters Sörens Verständnis von Arbeit, Solidarität und Gerechtigkeit geprägt haben.
  • Familie verändert den Blick: Warum seine Tochter neue Prioritäten in sein Leben gebracht und sein Verständnis für den Alltag von Familien vertieft hat.
  • Leidenschaft für Duisburg: Was den MSV, die Rheinauen und den besonderen Charakter der Stadt für ihn so wertvoll macht.
  • Abschalten im Alltag: Wie Spaziergänge mit Wilma, Hörbücher, Musik und die gemeinsame Zeit auf Ameland ihm dabei helfen, zur Ruhe zu kommen.
  • Offen für ehrliche Kritik: Warum Sören Menschen um sich braucht, die widersprechen, Entscheidungen hinterfragen und ihn auf dem Boden halten.

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Sören Link

Oberbürgermeister. Duisburger. Familienmensch. Fußballfan.Sören Link wurde 1976 in Duisburg-Hamborn geboren und wuchs in Walsum auf. Seine Familie ist eng mit der Industriegeschichte der Stadt verbunden: Sein Großvater arbeitete im Bergbau, sein Vater bei Thyssen.

Der Stolz auf ehrliche Arbeit, gegenseitige Unterstützung und ein ausgeprägter Sinn für Gerechtigkeit begleiten ihn seit seiner Kindheit. Nach dem Abitur begann Sören ein Studium der Sozialwissenschaften und entschied sich später für ein Studium zum Diplom-Verwaltungswirt.

Von 2005 bis 2012 gehörte er dem Landtag von Nordrhein-Westfalen an. Seit 2012 ist er Oberbürgermeister der Stadt Duisburg; 2025 wurde er erneut im Amt bestätigt.

Seine Verbindung zu Duisburg reicht weit über den Beruf hinaus. Sören beschreibt sich als leidenschaftlichen Duisburger und überzeugten Anhänger des MSV.
Besonders gern ist er in den Rheinauen unterwegs. Dort treffen Natur und Industrie aufeinander – ein Kontrast, der für ihn den besonderen Charakter der Stadt ausmacht.

Zu Hause stehen seine Frau, seine Tochter und Hündin Wilma im Mittelpunkt.

Die Geburt seiner Tochter hat seinen Blick auf das Leben und auf die Herausforderungen von Familien verändert. Gemeinsame Erlebnisse besitzen für ihn einen besonderen Wert: Urlaube auf Ameland, Ausflüge, Skifahren und die Zeit miteinander sind Erinnerungen, die bleiben.

Sören kocht gerne und nimmt sich für eine gute Bolognese auch einmal zwölf Stunden Zeit. Er liebt Frikadellen, trinkt gerne ein kühles Köpi und hört Musik quer durch viele Genres. Seine Auswahl reicht von Bruce Springsteen und den Beatles über die Fantastischen Vier bis zu Taylor Swift und den aktuellen Lieblingsliedern seiner Tochter.

Wenn der Tag lang war, helfen ihm Spaziergänge mit Wilma, Gespräche mit seiner Frau und Hörbücher beim Abschalten. Besonders Harry Potter in der Lesung von Rufus Beck und die drei Fragezeichen begleiten ihn regelmäßig in den Schlaf – meistens allerdings nur für wenige Minuten.

Trotz seiner öffentlichen Rolle ist ihm ein Umfeld wichtig, das offen mit ihm spricht. Seine Frau, seine Familie und enge Mitarbeitende dürfen Entscheidungen hinterfragen und ihm deutlich sagen, wenn etwas aus ihrer Sicht falsch gelaufen ist. Für Sören gehört diese Ehrlichkeit dazu, Verantwortung zu tragen und bei sich zu bleiben.

In dieser Episode erfährst du:

  • Wie Sörens Kindheit in Walsum und die Arbeitswelt seiner Familie seine Haltung geprägt haben.
  • Warum die Geburt seiner Tochter seine Prioritäten und seinen Blick auf Familien verändert hat.
  • Wie er nach langen Arbeitstagen abschaltet und welche Rolle seine Hündin Wilma dabei spielt.
  • Weshalb der MSV, die Rheinauen und die unterschiedlichen Stadtteile für seine Verbindung zu Duisburg stehen.
  • Was Frikadellen, eine zwölf Stunden gekochte Bolognese und ein kühles Köpi für ihn mit Genuss zu tun haben.
  • Welche drei Gegenstände Sörens Leben in einer späteren Ausstellung erzählen könnten.

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