09.06.2026
Folgt Lachen einer Logik?
In dieser Folge von 20ProzentMehr sprechen wir mit Dr. Benjamin Eisenberg, Kabarettist, Moderator, Autor und promovierter Sprachkomikforscher aus Bottrop. Er steht seit seinem 16. Lebensjahr auf der Bühne, macht politisches Kabarett, moderiert Formate wie „Comedy im Saal” und „Nachgewürzt” und kennt die Bühne nicht nur aus der Perspektive des Künstlers, sondern auch aus der Perspektive des Analytikers.
Benjamin weiß, dass ein Witz ein empfindliches Wesen ist. Er braucht Timing, Publikum, Kontext, Fallhöhe und manchmal einfach den richtigen Moment. Sobald man ihn erklärt, ist der Zauber meistens vorbei. Und trotzdem lohnt sich der Blick hinter die Pointe: Denn wer verstehen will, warum Menschen lachen, landet sehr schnell bei Sprache, Kommunikation, Erwartungen, Zielgruppen und der Frage, wann ein Satz wirklich sitzt.
Sein Weg begann mit Comedy-Formaten im Fernsehen, ersten Imitationen auf dem Schulhof und einem Auftritt auf einer Klassenfahrt. Heute steht Benjamin regelmäßig auf Bühnen, schreibt politisches Material, organisiert Shows, schneidet eigene Online-Formate und erlebt nebenbei, dass Social-Media-Algorithmen politische Comedy manchmal schneller für Propaganda halten, als ein Publikum überhaupt lachen kann.
Transkript der Episode:
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Highlight:
Benjamin Eisenberg
Kabarettist. Moderator. Autor. Promovierter Sprachkomikforscher.
Dr. Benjamin Eisenberg ist ein Bottroper Kabarettist, Moderator und Autor, der seit 1998 auf der Bühne steht. Er verbindet politisches Kabarett mit präziser Sprachbeobachtung und einem klaren Gespür dafür, wann eine Pointe funktioniert – und wann nicht. In seinen Programmen und Moderationen greift er politische und gesellschaftliche Themen auf, ohne sich auf schnelle Parolen oder bloßes Draufhauen zu verlassen.
In Bottrop moderiert und organisiert er „Comedy im Saal”, ein Kleinkunstformat mit Gästen aus Comedy, Kabarett, Musik und Varieté. In Oberhausen ist er Teil von „Nachgewürzt”, gemeinsam mit Matthias Reuter und Christian Hirdes. Neben der Bühne beschäftigt er sich auch wissenschaftlich mit Humor: Seine Promotion widmete sich der Frage, wie Sprachkomik entsteht und unter welchen Bedingungen Komik gelingen kann.
Privat und künstlerisch gehört zu Benjamin auch Musik. Mit seiner Band „Masters ein Commander” bewegt er sich zwischen Deutschrock und Punkrock – weniger als Kabarettnummer, mehr als eigene kreative Spur neben dem Bühnenprogramm.