Warum Kommunikation mehr ist als nur das Senden von Signalen.

Ist Kommunikation wirklich ein Naturgesetz oder stecken handfeste Interessen dahinter? Und warum ist das „Verstehen-Wollen“ heute eine der wichtigsten Kompetenzen in einer Welt voller Buzzwords und Künstlicher Intelligenz?

In dieser Folge von 20ProzentMehr sprechen wir mit Dr. Karin Kolb, Kustodin am Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Duisburg-Essen. Sie ist die „Bewahrerin des Wissens“ und sorgt gleichzeitig dafür, dass von der Finanzenverwaltung bis zur Qualitätskontrolle der Studiengänge alles seine Ordnung hat. Karin lebt Kommunikation nicht nur wissenschaftlich, sondern engagiert sich seit zwei Jahrzehnten bei Soroptimist International für die weltweite Gleichberechtigung von Frauen.

Ihr Weg führte sie von Mannheim über Londoner Punk-Gitarren direkt ins Herz des Ruhrgebiets. Als Expertin für den Nachlass des Sprachwissenschaftlers Gerold Ungeheuer weiß sie genau, warum das klassische Sender-Empfänger-Modell oft zu kurz greift und warum wir uns im Gespräch eigentlich alle 75 Sekunden selbst „reparieren“.

  • Die Illusion der Transparenz: Warum wir glauben, verstanden zu werden, während wir oft nur aneinander vorbeireden.
  • KI im Hörsaal: Warum Large Language Models wie ChatGPT das Wissen nicht ersetzen, sondern die Kompetenz zur Einordnung fordern.
  • Das „Mädchen für alles“ an der Uni: Was eine Kustodin eigentlich macht und warum Hierarchien an Hochschulen heute anders gelebt werden.
  • Ehrenamt und Leidenschaft: Über das Netzwerk Essener Kommunikationswissenschaftler (NEC) und den Mut zu Brüchen in der eigenen Biografie.

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Dr. Karin Kolb

Kustodin am Institut für Kommunikationswissenschaft (UDE). Vorsitzende der Gleichstellungskommission. Soroptimistin.

Dr. Karin Kolb ist das organisatorische und wissenschaftliche Rückgrat der Essener Kommunikationswissenschaft. Ursprünglich wollte sie Psychologin oder Richterin werden, doch ein NC-Problem und die Liebe zur Kunst führten sie in einen Studiengang, den es so nur in Essen gab. Heute verwaltet sie nicht nur Studiengänge, sondern auch den wissenschaftlichen Nachlass von Gerold Ungeheuer – eine Aufgabe, die Fingerspitzengefühl und einen Blick für Traditionen erfordert.

Neben ihrer akademischen Karriere ist sie eine leidenschaftliche Netzwerkerin. Als langjähriges Mitglied und ehemalige Präsidentin von Soroptimist International in Essen setzt sie sich aktiv für Projekte gegen Gewalt an Frauen und für die Förderung weiblicher Biografien ein. Privat findet die Mannheimerin ihren Ausgleich in der Kunst, der Nähe zum Rhein und bei ihrer Katze.

In dieser Episode erfährst du:

  • Warum der „Schuster-Leisten“ auch in der Kommunikation oft der ungepflegteste ist.
  • Wie man mit KI umgeht, ohne das eigene Denken auszulagern.
  • Und warum ein ungerader Lebenslauf oft viel spannender ist als ein perfekt glattgebügeltes Profil.

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