Mehr als 100 Figuren – und immer eine Prise Melanie: Melanie Nowitzki bei 20ProzentMehr!

Wie wird aus Bewegung eine Persönlichkeit? Was braucht es, um Figuren glaubwürdig zum Leben zu erwecken? Und wie findet man seinen eigenen Weg in einem Beruf, für den es weder eine klassische Ausbildung noch einen klar vorgezeichneten Karriereweg gibt?

In dieser Folge von 20ProzentMehr sprechen wir mit Character Performerin Melanie Nowitzki. Seit über 20 Jahren verkörpert sie Figuren, die Millionen Menschen kennen: die Maus, Tabaluga, Elmo, Ernie, Bert, das Krümelmonster, SpongeBob, das Kikaninchen, Jimmy Neutron und viele mehr. Mehr als 100 verschiedene Rollen sind auf diese Weise zusammengekommen – auf der Bühne, vor der Kamera und bei großen Veranstaltungen.

Doch im Mittelpunkt dieser Folge steht nicht nur die Frage, wie es sich in einem solchen Kostüm arbeitet. Es geht vor allem um Melanie selbst und darum, wie aus ihren Fähigkeiten, ihrer Erfahrung und ihrem Blick für Details ein ungewöhnlicher Beruf geworden ist. Um Körpergefühl und Empathie. Um die Fähigkeit, Menschen ohne Worte zu erreichen. Und um den Anspruch, eine Figur nicht einfach darzustellen, sondern ihr eine eigene Persönlichkeit zu geben.Melanie erzählt von einem Berufsweg, der alles andere als geplant verlief. Vom Turnen und Tanzen führte er über den Freizeitpark zu immer größeren Rollen und Produktionen. Sie spielte die Hauptrolle im Tabaluga-Musical, stand mit der Maus auf der Bühne und war als Character bei TV-Produktionen und großen Sportveranstaltungen im Einsatz.Dabei zeigt das Gespräch auch eine andere Seite von ihr: Melanie beschreibt sich selbst als eher zurückhaltend. In ihren Rollen dagegen muss sie präsent sein, auf Menschen zugehen, Räume wahrnehmen und unmittelbar reagieren. Gerade diese Verbindung macht ihre Arbeit besonders: Viel von Melanie steckt in ihren Figuren – und gleichzeitig gibt jede Rolle ihr die Möglichkeit, Seiten auszuleben, für die im Alltag manchmal weniger Platz ist.

  • Mehr als ein Kostüm: Warum erst Erfahrung, Bewegung und Persönlichkeit einen Character glaubwürdig machen.
  • Präsent ohne Worte: Wie Melanie Menschen erreicht, obwohl viele ihrer Figuren weder sprechen noch Mimik zeigen können.
  • Ein Beruf auf Umwegen: Wie aus Turnen, Tanzen und einem Job im Freizeitpark eine über 20-jährige Karriere entstand.
  • Hoher Anspruch: Warum Details, Haltung und der Schutz einer Figur für Melanie untrennbar zu professioneller Arbeit gehören.
  • Freiheit und neue Ideen: Weshalb Melanie nicht nur spielen, sondern künftig noch stärker eigene Shows und Erlebniswelten mitgestalten möchte.

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Melanie Nowitzki

Character Performerin. Kreative. Bewegungsmensch. Konditorin.

Melanie Nowitzki arbeitet seit über 20 Jahren als Character Performerin. Mehr als 100 Figuren hat sie in dieser Zeit verkörpert – darunter zahlreiche bekannte Charaktere aus Fernsehen, Bühne und Entertainment.

Der Weg dorthin war nicht vorgezeichnet. Schon früh spielten Bewegung und Bühne in ihrem Leben eine große Rolle. Melanie turnte, tanzte und beschäftigte sich mit unterschiedlichen Bewegungsformen. Nach der Schule führte ihr Weg schließlich in den damaligen Warner Bros. Movie World in Bottrop. Dort begann sie als Character zu arbeiten und lernte einen Beruf kennen, der sie seitdem nicht mehr losgelassen hat.

Was zunächst als Job begann, wurde zu einer besonderen Form darstellender Arbeit. Melanie beschäftigt sich intensiv damit, wie sich eine Figur bewegt, welche Eigenschaften sie auszeichnen und wie sie auf ihr Umfeld reagiert. Weil viele Characters weder sprechen noch über sichtbare Mimik verfügen, wird der eigene Körper zum wichtigsten Ausdrucksmittel.

Dabei ist Melanie selbst nach eigener Beschreibung eher zurückhaltend. Gerade die Rolle gibt ihr jedoch die Freiheit, unmittelbar auf Menschen zuzugehen, präsent zu sein und spielerische Seiten auszuleben. Sie sagt selbst, dass viel von ihr in ihren Figuren steckt.

Ihre Arbeit geht inzwischen weit über die reine Performance hinaus. Melanie hat an Showkonzepten, Texten und Choreografien mitgewirkt und möchte diesen kreativen Teil künftig weiter ausbauen. Besonders interessieren sie immersive Konzepte, bei denen Figur, Umgebung, Geschichte und Inszenierung zu einem gemeinsamen Erlebnis werden.

Neben ihrer Arbeit als Character Performerin hat Melanie zudem eine Ausbildung zur Konditorin abgeschlossen. Auch darin erkennt sie etwas wieder, das sich durch ihre Arbeit zieht: die Freude daran, Dinge zu erschaffen.

Was ihr dabei besonders wichtig bleibt, ist ihre Freiheit. Statt eines fest vorgegebenen Weges sucht Melanie neue Projekte, neue Figuren und neue Möglichkeiten, ihre Erfahrung und ihre Ideen einzubringen.

In dieser Episode erfährst du:

  • Wie Melanie aus über 20 Jahren Erfahrung eine Figur glaubwürdig zum Leben erweckt
  • Warum Körpergefühl, Empathie und genaue Beobachtung in ihrem Beruf wichtiger sind als Worte.
  • Welche körperlichen Herausforderungen sich hinter scheinbar leichten und fröhlichen Figuren verbergen.
  • Wie aus einem ungeplanten Einstieg im Freizeitpark eine außergewöhnliche Karriere wurde.
  • Warum Melanie ihre Arbeit als echte darstellende Kunst versteht.
  • Und weshalb für sie Kreativität und persönliche Freiheit bis heute wichtiger sind als ein vorgezeichneter Karriereweg.

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